Von der Aggression zur Selbstbehauptung
Ein Konzept zur Gewaltprävention an Schulen
Ausgangssituation
Gewalt, gegenseitige Geringschätzung und andere Formen destruktiven Sozialverhaltens nehmen, wie Kriminalstatistiken beweisen, unter Jugendlichen kontinuierlich zu. Eltern und LehrerInnen fühlen sich zunehmend hilflos. Sie tun sich immer schwerer damit, engagiert und couragiert einzugreifen. Ein Lehrer sagte uns: „Die Methoden von früher greifen nicht mehr.“ Eine Lehrerin berichtete in einem Fortbildungsseminar, dass sie oft bis zu 70% ihrer ganzen Kraft für nur wenige Schüler einer Klasse brauche. Die Reibungsverluste seien enorm. Inzwischen hat sich bei vielen eine Kultur des Wegschauens eingebürgert. Drei Kerngruppen sind an dieser Entwicklung beteiligt: Eltern, Lehrer und Schüler. Um die Situation zu verändern, muss an allen drei Stellen angesetzt, muss mit allen drei Personengruppen gearbeitet werden.
Zielsetzung und Angebote
Die Situation kann nachhaltig verbessert werden, wenn Schüler es lernen, ihre Interessen statt auf destruktive Arten mit gesunder Selbstbehauptung zu vertreten, und wenn Eltern und Lehrer es lernen, das destruktive Verhalten bestimmter zu beantworten. Deshalb bieten wir Schulen ein kompaktes Konzept zur Gewaltprävention an. Es umfasst
- ein Anti-Gewalt-Training für auffällig gewordene Schüler/Schülerinnen
- Fortbildung und Supervision für LehrerInnen zum Umgang mit aggressiven Schülern/Schülerinnen
- Individuelle Beratung und Unterstützung für die Eltern der auffällig gewordenen Schüler/Schülerinnen
Direkte Ziele
Ruhigere Unterrichtseinheiten
Weniger Zerstörung von Schuleigentum
Weniger Körperverletzungen
Bessere Schulabschlüsse durch störungsfreien Unterricht
Mittelbare Ziele
Respektvoller Umgang aller Schulbeteiligten
Mehr Verantwortungsübernahme der Schüler für ein gelingendes Ganzes
Besserer Kontakt mit den Eltern
Fernziele
Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung
Mehr Gemeinsinn
Freude am Miteinander