Fortbildung und Supervision für LehrerInnen
Didaktische Methoden und Werkzeuge, und seien sie noch so ausgereift, können nur dann wirksam werden, wenn der Lehrer, der sie vorbringt, den Schülern ein Gegenüber ist, der Respektlosigkeiten, Geringschätzigkeiten und andere Formen destruktiven Sozialverhaltens selbstsicher und kompetent beantworten kann. Andernfalls sind alle Versuche, Wissen zu vermitteln, von Chaos begleitet.
Ziel der Fortbildung und Supervision ist es daher, LehrerInnen zu schulen und dabei zu unterstützen, ihre natürliche Autorität zu stärken und Disziplin- und Respektlosigkeiten bis hin zu offener Gewalt oder Gewaltandrohung seitens ihrer Schüler deutlicher zu begrenzen, ohne dabei autoritär zu werden. Folgende Inhalte und Konzepte sind Teil der Fortbildung:
Fortbildungsinhalte
- Die psychischen Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen
- Entstehung einer Eskalationsdynamik
- Theoretische Grundlagen über Wesen und Funktion von Gewalt und anderen Formen destruktiven Rollenverhaltens bei Schülern
- Die natürliche Autorität des Lehrers als Antwort auf destruktives Sozialverhalten von Schülern
- Unterscheidungskriterien zwischen autoritär-sein und Autorität-Sein
- Stufenmodell gewaltfreier Kommunikation als Hilfe zur fairen Konfliktbearbeitung
- Kriterien für ein fruchtbares Klärungsgesprächs
- Das Phänomen des Gruppendrucks und Strategien, davon unabhängig zu bleiben und stand zu halten
- Erkennungsmerkmale von Verstrickungen in den Beziehungen zu den Schülern
- Konkrete Strategien, wie man sich als LehrerIn aus diesen Verstrickungen lösen kann
- Handlungsstrategien zur Deeskalation
- Maßnahmen zur Gewaltprävention – Anleitungen auf dem Weg von der Aggression zur Selbstbehauptung
- Kriterien der Selbstbehauptung als Alternative zur Gewalt
- Elterngespräche, Einbezug der Eltern im Sinne einer Erziehungspartnerschaft
- Burn-out – Prophylaxe
Arbeitsformen
- Sammeln der Fragen und Anliegen der Fortbildungsteilnehmer
- Theoretischer Input durch den Referenten
- Diskussion der Fragen der Teilnehmer und Konkretisierung einzelner individueller Fragestellungen
- Praktisches Arbeiten mit ausgewählten Situationen in Form von Übungen, Rollenspielen, Gruppenskulpturen etc. mit anschließender lösungsorientierter Auswertung
Ergebnisse
Indem Lehrer
- eigene Unsicherheiten reduzieren und destruktives Verhalten Ihrer Schüler souverän beantworten
- Verstrickungen in den Beziehungen zu Ihren Schülern erkennen und sich daraus lösen
- ein tieferes Verständnis über Entstehung, Deeskalation und Prävention von antisozialem Verhalten und Gewalt bekommen
werden sie unabhängig von destruktivem Verhalten Ihrer Schüler und können wieder gelassen und mit einem Zuwachs an Sicherheit und innerer Stärke die Klasse betreten. So können Sie und die Schüler sich gegenseitig ernst nehmen, und es wird ein Weg geebnet, auf dem Wertschätzung und Freude am Miteinander möglich sind.
Angebotsstruktur
Das Angebot für die LehrerInnen besteht aus zwei Teilen. Es beginnt mit einer Fortbildungsreihe, diese umfasst drei Nachmittage à drei Stunden. In diesen drei Fortbildungseinheiten werden die oben genannten Fortbildungsinhalte vermittelt, diskutiert, und es wird mit ausgewählten Situationen praktisch gearbeitet. So entsteht erfahrungsgemäß ein ganzheitlicher Lernprozess, der auf Wunsch im Anschluss an die Fortbildungsreihe als Supervision fortgesetzt werden kann.
Die Fortbildung bzw. Supervision findet mit einer kleinen Gruppe von LehrerInnen statt und wird weit gehend individuell auf die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen abgestimmt sein.