Anti – Gewalt – Training
Damit aggressive und gewaltbereite Schüler Alternativen zu ihrer Aggressivität und zu ihrem Gewaltverhalten entwickeln können, führen wir Anti-Gewalt-Trainings mit einschlägig auffällig gewordenen Schülern/Schülerinnen durch. Das Training besteht aus einem Vorgespräch, das mit jedem einzelnen Teilnehmer/jeder einzelnen Teilnehmerin geführt wird und, daran anschließend, aus zehn Kurseinheiten à 1 ½ Stunden. Es trägt den Titel "Von der Aggression zur Selbstbehauptung".
Kursinhalte
- Darstellung der Dynamik einer Gewalteskalation. Was die beteiligten Konfliktpartner tun müssen, um an der Eskalationsspirale zu drehen. (Was man tut, kann man auch lassen)
- Erstes gemeinsames Sammeln von Alternativen zu Gewaltverhalten
- Praktisches Experimentieren mit den gesammelten Ideen im Rollenspiel
- Auseinandersetzung mit der Frage, wie die einzelnen Teilnehmer, teilweise unwissentlich und unbeabsichtigt, Aggressionen in anderen Menschen wecken
- Austeilen? Einstecken? Oder was? – Darstellung von Selbstbehauptung als echte Alternative zu Aggression und Gewalt
- Wesentliche Merkmale von Selbstbehauptung: Als Person deutlich werden, ohne den anderen zu verletzen
- Übungen zur Selbstbehauptung
- Vorstellung konkreter Strategien, wie man Provokationen abwehren kann, ohne selbst aggressiv zu werden
- Bearbeitung der Frage, wie jemand sein muss, damit man ihn ernst nehmen kann statt aggressiv auf ihn zu reagieren (Danach können die Teilnehmer ihr eigenes Verhalten ausrichten)
- Klärung der Frage, was sich die Teilnehmer von einem Leben ohne Gewalt versprechen („Was wird mir durch eine Leben ohne Gewalt möglich?“)
- Übungen zur Identifikation mit eigenen gewaltfreien Persönlichkeitsanteilen
- U.a.
Arbeitsformen
- Theoretischer Input durch den Kursleiter
- Praktisches Arbeiten in Form von Übungen und Rollenspielen
- Kleingruppenarbeiten